Zcash-Mitbegründer warnt vor KI-Sicherheitsrisiko

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vor 2 StundenQuelle: u.today
Zcash-Mitbegründer warnt vor KI-Sicherheitsrisiko

Der Zcash-Mitbegründer und Informatiker Eli Ben-Sasson hat angesichts der jüngsten Hackerangriffe auf Krypto-Wallets eine entscheidende Warnung zur Krypto-Sicherheit ausgesprochen.

In seinem neuesten Beitrag auf X schrieb Ben-Sasson, dass die Krypto-Branche neben Quantencomputern einer zentralen Bedrohung ausgesetzt ist. Insbesondere wies er auf die wachsenden Fähigkeiten von KI als Werkzeug für Cybersicherheitsangriffe hin.

Der Grund dafür ist, dass wir uns heute mehr denn je auf Kryptografie verlassen.

"Ihre Krypto-Schlüssel, Ihr Online-Leben, jede App, die etwas Wichtiges für Sie enthält — all das wird durch Kryptografie gesichert", schrieb er.

Laut Ben-Sasson setzt die wachsende Leistungsfähigkeit von KI-Tools die Wallet-Kryptografie stärker unter Druck. Diese Bedrohung dürfte eher zum Problem werden, bevor Quantencomputer eine erhebliche Gefahr darstellen.

"Dieser schnelle Anstieg der Cybersicherheitsangriffe wird sich nicht verlangsamen, schon gar nicht, wenn KI so mächtig wird", schrieb Ben-Sasson.

Der Zcash-Mitbegründer wies zudem auf die Notwendigkeit stärkerer kryptografischer Standards hin. Er hob insbesondere hash-basierte Methoden wie ZK-STARKs hervor.

Die Diskussion erfolgt Wochen nach dem berüchtigten Binance-Hack. Der Vorfall führte zu Verlusten von rund 6,3 Milliarden Dollar aus den Hot Wallets der Börse.

Binance setzte Auszahlungen vorübergehend aus, während der Sicherheitsverstoß untersucht wurde. Die Börse hat seitdem gemeldet, etwa 95 % der betroffenen Vermögenswerte wiedererlangt zu haben.

KI-Krypto-Hacks nehmen zu

KI-Hackerangriffe haben im Jahr 2026 zugenommen. Laut Statistiken von Google Threat Intelligence hat sich die monatliche Zahl der offengelegten Software-Schwachstellen im vergangenen Jahr nahezu verdoppelt.

Das bedeutet, dass KI bereits zu einem leistungsstarken Scanner für potenzielle Systemschwächen geworden ist.

So wies beispielsweise Casa-CSO Jameson Lopp darauf hin, dass Angreifer KI bereits nutzen können, um die Suche nach herkömmlichen Softwarefehlern und Schwachstellen in Wallet-Firmware zu automatisieren.

Mit anderen Worten: Die Diskussion sollte sich auf konkretere Sicherheitslücken in bestehender Software konzentrieren und nicht auf eine hypothetische zukünftige KI-Bedrohung.